dimaris Vermögenskonzepte


Sonder-Steuer auf Bankguthaben (FOCUS-online)

18.07.2014

Spanien enteignet Sparer: Zwangsabgabe auf alle Vermögen

In Spanien müssen ab sofort die Sparer für das Staatsdefizit aufkommen. Während das Volk die Fußballweltmeisterschaft verfolgte, hat die Regierung des Landes klammheimlich eine Steuer auf alle Bankguthaben beschlossen.

Die Spanische Regierung hat eine Zwangsabgabe auf alle Vermögen bei spanischen Banken beschlossen. Alle Sparguthaben werden mit einer Einlagensteuer von 0,03 Prozent belegt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Mitteilung der spanischen Regierung. Die neue Regelung soll rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft treten. Das Parlament muss der Reform noch zustimmen. Finanzminister Crístobal Montoro rechnet mit Mehreinnahmen aus der Einlagensteuer von 375 Millionen Euro.

Vermögensabgaben werden seit Monaten auch in Deutschland immer wieder diskutiert: So schlug der Internationale Währungsfonds (IWF) schon im vergangenen Herbst eine pauschale Vermögensabgabe von zehn Prozent vor. Auch die Deutsche Bank unterstützt grundsätzlich eine Belastung deutscher Sparguthaben. Allerdings gelten beide Vorschläge unter einer Einschränkung: Nur im absoluten Notfall, wenn der Staat kurz vor einer Insolvenz steht, sollen Sparer mit ihrem Vermögen einspringen.

Spanien steht zwar nicht vor einer Insolvenz. Hoch verschuldet ist das Land dennoch. Die Nationalbank bezifferte den Gesamtschuldenstand Ende Mai auf 997 Milliarden Euro. Besonders pikant an der neuen Reform: Die spanische Regierung verkündete ihr Vorhaben kurz vor den Sommerferien, als die Spanier mit dem Amtsantritt des neuen Königs Felipe IV. und dem Ausscheiden ihrer Nationalmannschaft aus der Weltmeisterschaft beschäftigt waren. Jetzt gibt es für sie ein böses Erwachen.

(Quelle: Focus-online)